Wilder Wegesrand

Wildkräuter, Wildfrüchte & grünes Leben

Wochenmarkt-Serie Teil 4: Ohne Plastik oder der vierte Grund

Der vielleicht wichtigste Grund und mein absoluter Antreiber, um auf den Markt zu gehen, ist es, dem Plastik-Wahn zu entkommen, der überall herrscht. Auch Bio-Gemüse wird für mich unkaufbar, wenn es in Plastik eingepackt ist und das ist es in den meisten Supermärkten leider. Es ist zwar schön und gut, dass mehrere Supermärkte jetzt keine Plastiktüten mehr da haben, aber es sind wirklich Unmengen an Obst und Gemüse in Plastik eingepackt.

In Plastik verpackte Kräuter und Gemüse (Copyright: wilderwegesrand.de)

An der Gemüsetheke: Plastik, wo das Auge hinschaut

Und eben nicht nur bei Bio-Ware, um sie „unterscheiden“ zu können. Die Anführungsstriche deswegen, weil ich mir sicher bin, dass man das Problem auch anders lösen könnte. Ich hoffe sehr auf den Lichtstempel des niederländische Bio-Handelsunternehmens Nature & More. Mehr über die Idee und die Macher dahinter steht hier! So könnte der „Lichtaufkleber“ aussehen:

 

Bio-Etikett auf Granatapfel und Süßkartoffel (Foto © Nature & More | Montage: Utopia )

Der „Lichtaufkleber“ funktioniert wie eine Art Pigmentstempel

Außerdem kaufe ich auf dem Markt nicht nur bei Hans sondern auch beim Metzger und beim Käsemann. Und beide legen mir ihre Ware direkt in meine mitgebrachten Tupperdosen. Zum Trennen der einzelnen Käse- und Wurstsorten kann man ganz wunderbar Backpapier nutzen. Der Metzger schlachtet übrigens selbst – da kann man gleich noch eine Konsum-Entscheidung gegen die industrielle Massenschlachterei treffen. Find ich gut!

Käse in Tupperware (Quelle: wilderwegesrand.de)

Lieber Käse und Wurst in eigener Tupperware …

An der Frischetheke vom Rewe direkt ums Eck von Markt war es nicht möglich, meine Tupperdose mit Käse oder Wurst befühlen zu lassen. Man dürfe das nicht, sagte mir die sehr nette Dame. Der Grund sei vor allem, gerade bei Fleisch und Käse immer wieder mal die ursprünglichen Preisschilder vor dem Bezahlen entfernten und man befürchte, dass dies dann noch öfter geschehe. Nun gut. Nicht gut, aber lassen wir das.

Leere Käseverpackung aus Plastik (Quelle: wilderwegesrand.de)

… als in fester Plastikverpackung – das ist übrigens meine letzte, gekauft im Oktober 2016 🙂

Beim Dens-Biomarkt hingegen bekam ich den Käse direkt in die mitgebrachte Box gelegt.  Aber was mich im Biomarkt regelmäßig den Kopf schütteln lässt, sind biobewegte Menschen, die ihren Salat in einer Plastikverpackung kaufen. Und das, obwohl daneben andere Sorten unverpackter Salate liegen. Zu noch mehr Kopfschütteln bringt mich aber die Tatsache, dass im Biomarkt überhaupt Gemüse und Obst in Plastik angeboten werden.

Plastikfrei à la Lucky Luke

Und bei Hans auf dem Wochenmarkt? Gut, es ist schon so, dass Hans und seine beiden Damen, die seinen Stand managen, zuerst zu ihren Plastikbeuteln greifen, wenn sie etwas einpacken. Aber mittlerweile bin ich schneller: In Lucky-Luke-Manier zücke ich schneller als mein Schatten meine mitgebrachten Beutel und natürlich bekomme ich dann alles was mein Herz begehrt in diese Beutel eingepackt. 🙂

Feldsalat auf dem Wochenmarkt (Copyright: wilderwegesrand.de)

(Fast) Plastikfrei: Feldsalat auf dem Wochenmarkt

Geht Euch das Thema „Plastik“ auch so viel durch den Kopf wie mir? Was sind Eure Einkaufsgewohnheiten dabei? Ich freu mich über Eure Ideen, Tipps, Erfahrungen und Gedanken!

 

Hier ein paar Links zum Thema Plastik:

Plastic Planet – Der Film hat (ganz offenbar) schwer gewirkt bei mir

Infos vom BUND zu Mikroplastik – samt Produktliste

Ein schöner Blog: plastikfreileben

Kölner Unverpackt-Laden: Tante Olga

 

DIE WOCHENMARKT-SERIE  – Was bisher geschah:

Teil 1: Der Bauer mit dem dreckigen Gemüse

Teil 2: Köln-Porz oder der zweite Grund

Teil 3: David gegen Goliath

 

 

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2 Kommentare

  1. Pingback: Wochenmarkt-Serie Teil 5: Wie ein kleiner Urlaub |

  2. Also, mir geht es wie Dir, und ich versuche, Plastik und Verpackungskram zu vermeiden, wo es geht. Mein Obst und Gemüse hole ich entweder bei der Food Assembly oder auf dem Markt. Wenn ich doch mal in den Supermarkt muß, habe ich ein paar dünne Stoffbeutel, in die ich loses Obst und Gemüse packe (statt der elenden Plastikdinger, die dafür vorgesehen sind – leider gibt es ja noch nicht überall Papiertütchen dazu). Wasch- und Spülmittel kaufe ich im Nachfüllpack.
    Meine Hafermilch mache ich meist selber, nur Saftkartons habe ich gelegentlich.
    Was ich doof finde, ist, daß viele Schokoladenarten (jedenfalls die veganen) unter dem Karton entweder in Plastik oder gar Alufolie eingepackt sind – die Lösung hieße wohl verzichten. Derzeit überlege ich grade, wo ich mir Espressobohnen gut abfüllen lassen kann.
    Den Unverpackt-Laden in Sülz würde ich bei Gelegenheit gern mal ansehen und ausprobieren.
    Ich überlege grad, ob bei mir mit meiner veganen Ernährung wirklich weniger Verpackungsmüll anfällt, vieles an Fleisch- und Milchprodukten muß ja nun mal hygienisch verpackt werden, wegen Keimen und so. Bin gespannt, wie das alles noch weitergeht – finde es toll, daß Du Dich damit so gründlich auseinandersetzt :o)