Wilder Wegesrand

Wildkräuter, Wildfrüchte & grünes Leben

Feines Näschen: Herbstliche Nasenpflege ohne (so viel) Müll

„Im grauen Monat November wars“, schrieb schon Heinrich Heine. Und mittlerweile sind wir richtig angekommen im „grauen Monat“: Draußen ist es usselig, die ersten Erkältungskeime der Saison lauern überall und drinnen laufen die Heizungen. Trockene Heizungsluft aber macht sensible Nasen und erkältungsgeneigte Naseninhaber (so wie mich) besonders anfällig für Erkältungen. Denn wenn die Nasenschleimhaut ausgetrocknet, ist ihre Abwehr gegen Bakterien geschwächt.

Salzsprays

Salzwasser-Sprays kommen mit viel Verpackung daher

Was mir seit langem wirklich gut gegen das Austrocknen der Nase hilft, sind Salzwasser-Spary  und Nasenspülungen. Aber was mich seit langem wirklich ärgert, ist der ganze Verpackungsmüll, den man mit Gebrauch der vorgefertigten Sprays und den einzelnen Verpackungseinheiten für die Spülung mit der Nasendusche produziert. Das muss doch auch anders gehen, habe ich mir gedacht.

Zunächst habe ich in der Apotheke nach aufschraubbaren Nasenspray-Fläschen ohne Inhalt gefragt – und tatsächlich, die gibt es dort.

Alte Fläschen wiederverwerten

Kleiner Tipp: Wenn Ihr – wie ich – eh ab und an ‚echtes‘, also abschwellendes Nasenspray nehmen müsst, dann kauft gleich das aufschraubbare aus der Apotheke (ist auch das billigste 😉 und verwendet diese Flaschen für Euer selbst gemachtes Salzwasserspray.

Der Rest ist einfach: Man gibt eine kleine Messerspitze Nasenspülsalz in das Fläschen, und füllt es dann mit kochendem Wasser auf. Kurz abwarten, bis das Wasser abgekühlt ist, den Sprayaufsatz wieder auf die Flasche schrauben und fertig ist das eigene, immer wiederbefüllbare Salz-Nasenspray! Ich mag mir den Müllberg an Plastik-Fläschen gar nicht vorstellen, den ich sonst bei Einkauf der vorgefertigten Salzsprays aus der Drogerie bisher schon verbraucht hätte.

 

Nasensprayflaschen

Für den großen & den kleinen Bedarf: Selbst gemachtes Salzwasser-Spray- ganz einfach!

 

So weit, so gut. Aber immer noch nicht gut genug.

Denn nach wie vor habe ich jeden Abend nach der Nasenspülung eine leere Salzverpackung in den Müll geworfen. Was tun? Normales Kochsalz habe ich ausprobiert, aber das hat mir doch zu sehr im Näschen gebritzelt. Und so bin ich also noch einmal zur Apotheke gegangen. Diesmal mit der Frage, ob ich dort auch medizinisches Salz in größeren Mengen bekommen könne. Genau wie normales Kochsalz besteht auch das medizinisches Salz Natriumchlorid, aber es ist reiner. Beim Kochsalz kann eben auch mal ein bisschen Kalium-Salz oder anderes Salz dabei sein, was man beim Kochen nicht merkt und dort macht es auch überhaupt nichts aber im Näschen kann es doch arg beißen. Und siehe da: ich konnte.

Großpackung statt Einzelpackungen

Blieb noch die Frage der Salzmenge. Das praktische an diesen Verpackungseinheiten ist ja, dass sie für die herkömmlichen Nasenduschen genau passend sind. Abwiegen also? Bei 2,5 Gramm (so viel Salz ist üblicherweise in einer Verpackungseinheit) kein ganz leichtes Unterfangen.

Großpackung vs. Einzelpackungen

Deutlich weniger Verpackung, gleicher Effekt: Salz aus der Apotheke

Deswegen habe ich eine Einheit vom Drogeriesalz auf einen Teelöffel gestreut, mir gemerkt, wie viel ungefähr auf dem Löffel lag und dann beim nächsten Mal dieselbe Menge aus der Apotheken-Großverpackung auf den Löffel getan – und mein ‚feines‘ Näschen fühlte sich nach der ‚Dusche‘ genauso wohl, wie bei den bisherigen Spülungen.

Nicht nur an der Verpackung gespart

Übrigens ist das Salz aus der Apotheke sogar billiger als das aus der Drogerie. Dort zahlt man zwischen etwa 4 und 7 Euro pro 100 Gramm. Das Apothekensalz hat mich pro 100 Gramm nur knapp 2 Euro gekostet. Müll und Geld gespart  – nimm das, grauer November! 😉

Noch etwas:

PS: Bitte niemals man Nasenspülungen bei verstopfter Nase machen!  Bei der Spülung darf kein Druck ausgeübt werden! Das Wasser muss frei laufen können, sonst wird es mit allen Keimen aus der Nase möglicherweise in die Gehörgänge gedrückt und kann dort eine (Mittel-) Ohrentzündung auslösen. Und die ist echt kein Spaß! Das heißt: Bei dicker, verstopfter Schnupfennase sollte man immer erst abschwellendes Nasenspray – oder Tropfen nehmen und dann erst die Nasenspülung machen.

Folgende Kräuter tun bei Erkältungen gut: Spitzwegerich, Holunderblüten, Lindenblüten.

Natürlich gibt’s noch mehr Gutes für die kalte Jahreszeit: Teemischungen enthalten Wirkstoffe verschiedener Kräuter, wie etwa der orientalische und der Blüten-Erkältungstee.

Habt Ihr auch Tipps gegen Erkältungen? Immer her damit!

 

 

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