Wilder Wegesrand

Wildkräuter, Wildfrüchte & grünes Leben

Wildes im Mai

Mai – Oh wilder Wonnemonat 


Die wichtigsten Wildkräuter im Mai

Der Mai ist wirklich ein Wonnemonat am Wegesrand: Alles blüht und sprießt – jetzt ist der Frühling wirklich da, in aller Kraft und in sattem Grün.

 

Junge Birkenblätter (Copyright: wilderwegesrand.de)Birkenblätter
Verwendbar: Blätter, Blütenkätzchen, Baumsaft. Geschmack: Blätter: Neutral, grasig. Blütenkätzchen: mehlig-streng. Baumsaft: wässrig-süßlich. Einsatz: Ganz junge Blätter als Zugabe zu Salaten, getrocknet als Tee. Die Kätzchen soll man säuerlich süß als dicke Soße/Chutney einkochen können. Baumsaft (April/Mai) frisch oder als Sirup eingekocht. Große Bitte: Auch wenn der Saft gerade total gehypt wird: Bitte nicht einfach wahllos Bäume anbohren! Es dauert ganz schön lange, um ein paar Tropfen zu erhalten. Sooo gesund ist der Saft gar nicht, da gibt’s viel besseres. In den Baum aber können an der Bohrstelle schnell Schädlinge/Bakterien gelangen.

 

Brombeerblüte (Copyright: wilderwegesrand.de)Brombeerblüten
Verwendbar: Neben den Blättern der Brombeeren lassen sich auch die Blüten ganz wunderbar als Tee-Zutat trocknen. Geschmack: Sie geben ein zartes, liebliches Aroma. Einsatz: Sie sehen in jeder Teemischung gar wunderhübsch aus.

 

Gierschblüten (Copyright: wilderwegesrand.de)Giersch (Blätter schon im April)
Verwendbar: Blätter, Blüte, Stängel. Geschmack: Würzig aber nicht scharf, erinnert an eine Mischung aus Möhre und Petersilie. Die Blüte schmeckt süßlicher.  Blätter, Blüte, Stängel. Einsatz: Frisch als Zutat zu Salaten & Smoothies, Wildkräuter-Quark, als Petersilien-Ersatz. Als Zutat zu Gemüsegerichten, als Pizzabelag, in Omelett. Getrocknet als Tee. ZUM ARTIKEL

 

HolunderHolunderblüten an Strauch (Copyright: wilderwegesrand.de) (Blüten)
Verwendbar: Blüte, im Herbst die Früchte. Geschmack: Süßlich, duftig, blütig. Einsatz: Blüten frisch als Zutat zu Smoothies, als Aroma für Gelee & Sirup und Blütenmilch, als Dekoration für Desserts. Getrocknet als Tee oder Blütenzucker. ZUM ARTIKEL

 

Blätter des Huflattich (Copyright: wilderwegesrand.de)

Huflattich (Blätter)
Verwendbar: Blätter. Geschmack: Erinnert an Spinat, manche sagen an grünen Spargel. Einsatz: Die ganz jungen Blätter kann man in Salat schneiden. Generell eignen sie sich als „Rollmaterial“ für Rouladen. Getrocknet als Tee gegen Husten, Reizungen im Rachen und Mund. Achtung: Der Huflattich enthält einen Stoff, der möglicherweise die Leber beeinträchtigen kann.

 

Junge Stängel/Triebe der Kanadischen Goldrute (Copyright: wilderwegesrand.de)Kanadische Goldrute
Verwendbar: Stängel/Triebe, im Spätsommer die gelben Blüten. Geschmack: Mild, erbsen/bohnen-artig. Einsatz: Die ganz jungen, hellen Triebe lassen sich (abgezogen) blanchieren und als Gemüse verwenden. Außerdem kann man sie in Essig einlegen. Die Blüten eigenen sich getrocknet als leckerer Tee.

 

Blüten und Samen der Knoblauchsrauke (Copyright: wilderwegesrand.de)Knoblauchsrauke
Verwendbar: Blätter, Blüte, Stängel. Geschmack: Scharf, erinnert an eine Mischung aus Knoblauch und Zwiebel. Einsatz: Frisch als Zutat zu Salaten & Wildkräuter-Quark, als Wildkräuter-Pesto und als Würzzutat für Kräuteröl. ZUM ARTIKEL

 

Lindenblätter und Lindenblüten (Copyright: wilderwegesrand.de)Lindenbäume (Blüte meist später)
Verwendbar: Blätter, Blüte, junge Früchte. Geschmack: Blätter und Blüten süßlich, die Früchte würziger. Einsatz: Die ganz jungen Blätter als Salate, aber auch als Zugabe zu Torten und Kuchen. Getrocknet als Tee. Die Blüten aromatisieren alles: Milch für Süßspeisen, Gelee, Suppen, Sirup und sie sind getrocknet ein hervorragender Tee bei Erkältung, der das Abhusten erleichtert. Die jungen Früchte kann man wie Kapern einlegen.

 

Wilde Minze (Copyright: wilderwegesrand.de)

Minze, wilder Minze (Blüte später)
Über ihren Geschmack, Verwendung und Einsatz braucht man, glaube ich, nichts mehr zu erzählen, oder? 😉 Wächst gerne da, wo es feucht ist. Ich habe sie schon in Laub-/Mischwäldern gefunden und als riesiges Feld am Fluß, genauer gesagt: an der schönen Ruhr.

 

Fichtenspitzen (Copyright: wilderwegesrand.de)Tannen- & Fichtenspitzen
Verwendbar: Die jungen, hellgrünen Triebe der Äste. Geschmack: Harzig, intensiv, ätherisch. Einsatz: Als Grundlage für Pesto, zum Aromatisieren von Sirup, aufgesetzt als Schnaps und getrocknet als Zugabe für Erkältungstee. Dafür kann man auch die älteren Nadeln nehmen, ebenso eignen die sich als Tinktur bei Muskel- oder Gliederschmerzen.

 

Enorm aromatisch: Waldmeister (Copyright: wilderwegesrand.de)

Waldmeister
Verwendbar: Die oberen 3 bis 4 Blatt-Etagen. Geschmack: Einfach typisch Waldmeister! Lieblich, süßlich, schwer. Einsatz: Der Waldmeister ist eines der wenigen Wildkräuter, das nicht essbar im eigentlichen Sinne ist aber eben klassisch zum Aromatisieren von Flüssigkeiten. Wichtig: Er muss einen Tag antrocknen, sonst ist’s nichts, mit Aroma! ZUM ARTIKEL

 

Weißdornblüten an einem Ast

Weißdorn (Blüte)
Verwendbar: Blüte, Blätter, Früchte. Geschmack: Die Blüten süßlich, duftig. Die Früchte leicht süßlich, mehlig, mild. Einsatz: Blüten und Blätter getrocknet als Tee. Der Weißdorn gilt als herzstärkend. Früchte im Herbst als Fruchtmus. ZUM ARTIKEL

 

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