Wilder Wegesrand

Wildkräuter, Wildfrüchte & grünes Leben

Wildes im Juni

Juni – Der Frühling geht, der Sommer kommt

Die wichtigsten Wildkräuter im Juni 

Der Juni ist ein wunderbarer Zwischenmonat – immer noch frisch wie der Frühling aber auch schon mal heiß und satt wie der Sommer.

 

Blühender Baldrian (Copyright: wilderwegesrand.de)Baldrian
Verwendbar: Blätter, Blüte, Wurzel. Geschmack: Herb, würzig. Einsatz: Die ganz jungen Blätter kann man in Soßen geben, die Blüten als Dekoration verwenden. Sie schmecken süßlicher. Aber bekannt ist vor allem die Wurzel, die getrocknet in Tee oder als Tinktur stark beruhigende Wirkung hat. Aber Achtung: sie kann die Herztätigkeit verlangsamen.

 

Blühender Jasmin (Copyright: wilderwegesrand.de)Bauernjasmin / Europäischer Pfefferstrauch
Verwendbar: Die Blüten. Einsatz: Zur Aromatisierung von grünem Tee. Geschmack: Blütig, duftend, süßlich, ähnlich wie der echte Jasmin eben. ACHTUNG: Angeblich sollen manche Sträucher giftige Stoffen enthalten. Daher nehme ich die Blüten nur zur Aromatisierung.

 

Blühender Beinwell (Copyright: wilderwegesrand.de)Beinwell
Verwendbar: Blätter, Blüte, Stängel, Wurzel. Geschmack: Gurkenähnlich, mild. Einsatz: Die ganz jungen, noch nicht so haarigen Blätter und die Blüten frisch als Zutat zu Salaten & Smoothies und Wildkräuter-Quark. Ältere in Gemüsepfannen oder als Umwickelung für Füllungen aller Art. Große Heilkraft hat ein Pulver aus der Wurzel. Mit Wasser aufgerührt oder als Tinktur ist es perfekt bei Prellungen, Stauchungen, Blutergüssen und Gelenkschmerzen.

 

Blühende Brennnessel (Copyright: wilderwegesrand.de)Brennnesselblüten/-samen (Zum Artikel)
Verwendbar: Blüten/Samen. Einsatz: Beides (auf dem Foto sind eher schon die Samen ausgebildet) kann man roh in Salate oder Kräuterquarks geben, beides brennt nicht. Die Brennnessel-Samen lassen sich auch trocknen oder rösten. Geschmack: Nussig, würzig.

 

Rosa Heckenrose (Copyright: wilderwegesrand.de)

Rosen – Heckenrose, Kartoffelrose, Hundsrose
Verwendbar: Blüten. Einsatz: Rosenblüten dienen vor allem zum Aromatisieren. Man kann sie aber auch trocken und in Kräutertee-Mischungen geben. Außerdem kann man sie etwa in süßen Teig einbacken.  Geschmack: Süßlich, schwer, blütig 😉

 

 

Blätter der jungen Herkulesstaude (Copyright: wilderwegesrand.de)Herkulesstaude/Riesenbärenklau
Vorab: Nein, die Herkulesstaude ist nicht ‚giftig‘. Aber ja, man muss sehr vorsichtig mit ihr umgehen und jeden Hautkontakt vermeiden, heißt: nur mit Handschuhen sammeln und auch bei der Verarbeitung Handschuhe tragen. Denn sie enthält phototoxische Stoffe, die in Verbindung mit  Sonnenlicht zu schweren Hautreizungen, bis zu Verbrennungen führen. Einmal im Kochtopf oder der Pfanne, sind dieses Stoffe zerstört. Sie sitzen vor allem in den Haaren der Pflanze. Verwendbar: Junge Stängel. Die muss man schälen! Einsatz: Gebacken und süßlich angerichtet. Gebraten, in asiatischer Gemüsepfanne. Geschmack: Dem Sellerie ähnlich, dabei aber süßlicher.

 

Hopfenblatt (Copyright: wilderwegesrand.de)Hopfen
Verwendbar: Junge Triebe, Blütenzapfen, Wurzel. Geschmack: Die jungen Triebe zwischen Spinat und Spargel, die weiblichen Blütenzapfen haben das typische Bieraroma. Einsatz: Die Triebe blanchiert man wie Spargel, die männlichen, kleineren Blütenzapfen kann man dünsten, die weiblichen aromatisieren Alkohol oder man trocknet sie für beruhigenden Tee.

 

Blühendes Johanniskraut (Cpoyright: wilderwegesrand.de)Johanniskraut
Verwendbar: Die Blüten. Geschmack: Eher herbe. Einsatz: Getrocknet als beruhigender  Tee. Hochdosiert gibt es Jonanniskraut als verschreibungspflichtiges Anti-Depressivum. Eingelegt in Öl hervorragende Wirkung bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Prellungen, Verbrennungen und zur Vorbeugung von Narbenbildung. Achtung: erhöht die Sonnenempfindlichkeit!

 

Kohl-Lauch (Copyright: wilderwegesrand.de)Kohl-Lauch
Verwendbar: Blätter, Blüten, oberirdische Brutzwiebeln. Geschmack: Scharf, erinnert sehr an Schnittlauch. Die ganz, ganz schmalen Blätter entspringen, wie auch die Blüten, der ‚Zwieben-Dolde‘. Sie werden schnell trocken. ACHTUNG: Bitte sparsam sammeln, der Kohl-Lauch ist selten. Er verbreitet sich übrigens vor allem über die oberirdische Brutzwiebeln. EinsatzWie Schnittlauch verwendbar.

 

Lindenblüten (Copyright: wilderwegesrand.de)Lindenblüten
Verwendbar: Blätter im frühen Frühling, Blüten und Früchte. Geschmack: Blätter sanft, mild, salatartig. Blüten schwer und duftend, nach Honig. Einsatz: Die Blätter können im Mai wie Salat roh gegessen werden oder als Spinat gekocht. Die Blüten eignen sich hervorragend zum Aromatisieren von Flüssigkeiten und ergeben getrocknet einen wirksamen Tee gegen fiebrige Erkältung. Die ganz jungen Früchte/Samen können wie Kapern in Essig eingelegt werden.

 

Nelkwurz (Copyright: wilderwegesrand.de)Nelkwurz
Verwendbar: Blätter, Blüten und vor allem die Wurzel. Geschmack: Blätter und Blüten schmecken etwas herbe und bitterlich. Die getrocknete Wurzel erinnert deutlich an Nelken, daher der Namen. Einsatz: Die Blätter sollte man schon im April ernten, die Blüten sieht man etwa als Zusatz für Salat oder als Zutat für Wildkräuter-Pesto. Die Blüten sind eine hübsche Dekoration und eigenen sich getrocknet als Zutat für Tee. Die Wurzeln kann man zum Aromatisieren von Getränken (Glühwein) verwenden. Als Tee sollen sie beruhigend wirken und gegen Durchfall, Gicht und Entzündungen. Ihre Öle wirken antiseptisch.

 

Blühende Pimpernelle (Copyright: wilderwegesrand.de)Pimernelle / Kleiner Wiesenknopf
Verwendbar: Blätter, Blüten. Geschmack: Spinat und Gurken ähnlich, mild-würzig. Einsatz: Ganz junge Triebe als Zugabe zu Gemüsegerichten. Die Blätter sind, wie auch der Sauerampfer, klassischer Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße. Die Blüten eigen sich roh als Salatbeigabe, als Dekoration oder ebenfalls zum Kochen.

 

Blüte der Robinie (Copyright: wilderwegesrand.de)Robinie/Scheinakazie (oft schon im Mai)
Verwendbar: Blüten, Samenschoten. Geschmack: Blüten: Sehr duftig, süßlich. Die erbsenähnlichen Samenschoten ähneln in der Tat im Geschmack der Erbse bis Bohne. Einsatz: Aus den Blüten lässt sich Gelee & Sirup herstellen. Man kann sie kandieren oder zu Kuchenteig dazugeben. Die Samenschoten kann man wie grüne Bohnen kochen. Wie diese enthalten sie unverträgliche Stoffe (Lectine)- also nicht roh essen und das Kochwasser weggießen!

 

Blühender Rotklee (Copyright: wilderwegesrand.de)Rotklee (& Weißklee & Goldklee)
Verwendbar: Blätter, Stängel, Blüten. Geschmack: Mild, erinnert an Erbse, die Blüten süß. Einsatz: Die ganz jungen Blätter und Stängel kann man als Kräuter über Salat und andere Gerichte streuen. Die Blüten eignen sich als essbare Dekoration oder zum Aromatisieren. Man kann sie auch in Teig ausbacken. Die ganze Wildpflanze kann für Tee getrocknet werden. Der Rotklee soll blutreinigend wirken.

 

Blühende Schafgabe (Copyright: wilderwegesrand.de)

Schafgarbe (Blätter schon im April- Mai)
Verwendbar: Blätter und Blüten. Geschmack: Würzig, etwas nach Muskatnuss. Einsatz: Die jungen Blätter passen als Zutat zu Salaten, zum aromatisieren Öl oder Essig,  mit anderen Wildkräutern gekocht als Spinat oder in Teig ausgebacken. Die Blüten verwendet man ebenfalls zum Aromatisieren, als essbare Dekoration. Blüten und Blätter getrocknet als Tee. Er wirkt gegen Entzündungen im Magen-Darm-Nierenbereich. Außerdem soll er herzstärkend sein.

 

Wiesenbärenklau (Copyright: wilderwegesrand.de)Wiesenbärenklau
Der Wiesenbärenklau ist der heimische Verwandter des Riesenbärenklaus/ der Herkulesstaude. Auch er enthält phototoxische Stoffe, aber deutlich weniger. Verwendbar:  Stängel, Blätter, die Blüte. Geschmack: Dem Sellerie ähnlich. Die Blüte hat etwas von Broccoli. Bitte nur Blüten nur da sammeln, wie viele Pflanzen stehen! Einsatz: Die Stängel und Blätter lassen sich prima schmoren, die Blüten ebenfalls. Man legt die Blüten auch wie Anti-Pasti ein.

 

Wiesenkerbel (Copyright: wilderwegesrand.de)Wiesen-Kerbel (ACHTUNG: große Verwechslungsgefahr)
Verwendbar: Blätter, Blüten, Samen. Geschmack: Würzig, ähnelt dem Kümmel und Anis. Die Blüten schmecken leichter und ein wenig nach Möhren. Einsatz: Mit den Blätter kann man Suppen und andere Speisen würzen, etwa Spinat. Die Blüten kann man roh als Dekoration verwenden oder ebenfalls als Würze. Die Samen schmecken am intensivsten. Mit ihnen verfährt man wie mit Kümmel-Samen. ACHTUNG: Der Wiesen-Kerbel ist dem hochgiftigen Schierling sehr ähnlich!!! Bitte nur bei absoluter Sicherheit sammeln!!! Hier gibt’s viele Fotos zum Schierling. Und auch der Taumel- oder Hecken-Kälberkropf ähnelt dem Wiesen-Kerbel.

 

Wiesenlabkraut (Copyright: wilderwegesrand.de)Wiesenlabkraut
Verwendbar: Blätter, Blüten, Stängel – es geht gar nicht anders, als sie alle zusammen zu sammeln, wenn das Wieselabkraut blüht. Geschmack: Sehr aromatisch, süßlich, blütig. EinsatzÜber Salate und Desserts, zur Aromatisierung von Flüssigkeiten, wie Milch oder Essig, natürlich auch für  Smoothies. Und getrocknet als wunderbar duftender Tee.

 

Wiesensalbei (Copyright: wilderwegesrand.de)Wiesensalbei
Verwendbar: Blätter, Blüten, junge Stängel. Geschmack: Frisch, aromatisch, süßlich. Einsatz: Junge Stängel für Smoothies, junge Blätter als Zutat zu Salaten & Kräuterquark. Ältere Blätter zum Aromatisieren von Ölen. Blüten als essbare Dekoration oder eingekocht als Sirup.

 

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