Wilder Wegesrand

Wildkräuter, Wildfrüchte & grünes Leben

Resteschmaus: Nichts mehr übrig vom Kohlrabi

Wenn ich Kohlrabi esse, und das tue ich sehr oft, dann bleibt nichts, aber auch gar nichts von ihm übrig. Und damit meine ich wirklich: nichts. Das heißt, weder Blätter, noch Stängel noch die Schale – denn all das essbar. Was man damit macht? Steht hier. 😉

Kohlrabi ist gesund. Und, wie ich finde, vor allem lecker! Ich esse ihn viel auf der Arbeit, denn man kann herrlich auf ihm rumknacken und kauen und kabbeln, und mir hilft das beim Denken.

Die Inhaltsstoffe der Knabber-Knolle:

Neben Magnesium, Selen, Calzium, Kalium und Folsäure enthält Kohlrabi auch B-Vitamine und an Vitamin C – auf 100 Gramm – sogar knapp ⅔ der empfohlenen Tagesdosis für Erwachsene.

Kohlrabiknolle (Copyright: wilderwegesrand.de)

Eine mittelgroße Knolle deckt den Vitamin-C-Bedarf

Blätter und Stiele sofort ab

Wenn ich Kohlrabi da habe, entferne ich als erstes die Blätter. Das sollte man bei allen Knollengemüsen tun, denn die Blätter saugen ja die Nährstoffe aus der Knolle.

Dann stelle die Kohlrabiblätter in ein Glas Wasser. Es dauert nicht lange und sie haben sich vollgesaugt und sind richtig knackig. So halten sie sich gut 2 bis 3 Tage, manchmal auch länger. Wichtig: jeden Tag frisches Wasser. Ich nutze Kohlrabiblätter meist für Smoothies, denn sie enthalten noch mehr Vitamin-C als Kohlrabiknolle selbst.

Kohlrabiblätter (Copyright: wilderwegesrand.de)

Ein Strauß aus Kohlrabiblättern: lecker!

Kohlrabi-Suppe ohne Kohlrabi

Aber sie schmecken auch ganz köstlich als Suppe und ergeben auch ohne den Rest der Knolle (den ich ja am liebsten roh knabbere) eine leckere Kohlrabi-Suppe.

Dazu braucht man (für 2 Personen als Vorspeise):
die Blätter von 2 bis 3 Kohlrabis, 2 bis 3 Kartoffeln, 1 Zwiebel, wer mag auch Knoblauch, Salz, Pfeffer, Öl, ¾ Liter Gemüsebrühe, einen Schuss Weißwein, Sahne/Crème Fraîche o.ä. und dann Gewürze.

Wahlweise etwas Majoran oder Koriander, auch Petersilie und Schnittlauch passen gut.

So geht’s:

  • Die Blätter waschen, zerkleinern und 3 Minuten in kochendem Salzwasser garen. Beiseite legen.
  • Kartoffeln und Zwiebel (und Knobi) schälen, klein schneiden.
  • Zuerst die Zwiebel (und Knobi) im heißen Öl glasig braten, dann die Kartoffeln dazu.
  • Mit Weißwein nach kurzer Zeit ablöschen, wieder kurz danach die Gemüsebrühe und die Gewürze dazugeben.
  • So lange kochen, bis die Kartoffeln und Blätter weich sind. Wer mag, püriert – ich mag immer 😉
  • Mit Sahne/Crème Fraîche abschmecken.

Eingelegte Kohlrabi-Schalen

Wenn ich Kohlrabi für die Arbeit aufschneide,schäle ich ihn, wie vermutlich jeder. Aber vorher wasche ich ihn ordentlich, denn die Schalen werfe ich nicht weg sondern koche sie ein. Man isst sie wie saure Pickels.

So geht’s:
Mit Apfelessig, Wasser, Salz, Zucker und Gewürzen etwa 3 bis 5 Minuten aufkochen und in ausgekochte/ heiß ausgespülte Schraubgläser füllen. Die sofort verschließen und ein paar Minuten auf den Deckel stellen.

Kohlrabischalen und Kohlrabiblätter (Copyright: wilderwegesrand.de)

Kohlrabischalen & Kohlrabiblätter: zum Wegwerfen viel zu schade!

Pro 80 g Schale braucht man 150 ml Essig, 150 ml Wasser, 20 g Zucker, 1 TL Salz und dann nach Gusto eben die Gewürze. Da nehme ich je nach Laune:

  • mal Lorbeer und Pfeffer und Wacholder
  • mal Kümmel und Pfeffer,
  • oder auch mal Kräuter der Provence.
Kohlrabischalen (Copyright: wilderwegesrand.de)

Aufgekocht und eingelegt werden die Schalen weich und kaubar

Man kann die Schalen auch eher asiatisch einlegen, etwa mit Bockshornkleesamen, Chili und Curry und /oder Kurkuma. Auch Kreuzkümmel passt gut, wenn man ihn mag. Die Grund-Idee für das Rezept habe ich vom Blog Stadt-Land-Gnuss aus der Schweiz. Ilona und Michele haben viele tolle Ideen! Schaut doch mal bei ihnen vorbei.

Rezepte, Rezepte

Und was macht Ihr so mit Kohlrabi? Ich freu mich auf Eure Rezepte – natürlich auch für die Knolle!

Da wär noch was

Die meisten anderen anderen Blätter von Wurzel-/Knollengemüsen sind auch essbar! Fenchelgrün etwa kann man einfach mitkochen oder als herrlich frisches Gewürz nutzen. Auch ein Quark damit ist lecker. Oder man trocknet das Fenchelgrün (und die Stängel) für Kräutertee.

Gemüseblätter (Copyright: wilderwegesrand.de)

Blätter von Kohlrabi, Roter Beete und Möhrengrün – alles essbar

Aus Möhrengrün kann man Pesto machen, und die Blätter der Roten Beete passen in Salat oder den Smoothie-Mixer oder mit der Knolle in die Pfanne.

 

 

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