Wilder Wegesrand

Wildkräuter, Wildfrüchte & grünes Leben

Scharfe Schönheit: die Pfeilkresse

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Ihr mögt es scharf und knackig? Dann ist dieser Vertreter der Feld- und Wiesen-Wildkräuter genau der Richtige für Euch. Ach ja, und gesund ist es auch noch, das Lepidium draba – so der lateinische Name der Pfeilkresse. Warum genau, dazu später. Jetzt erst mal das Wichtigste zuerst, der Geschmack 😉 Wie ihr Name schon sagt, schmeckt sie ziemlich nach Kresse. Aber nicht einfach nur scharf, wie man das von Kresse aus dem Supermarkt kennt sondern sie hat noch ein paar Nuancen mehr. Ich finde, die Pfeilkresse schmeckt ein wenig wie die Knoblauchrauke und auch ein bisschen nach Zwiebel – und zwar ihre Blätter.

Würzkraut vom Wegesrand

Scharf und würzig wie sie sind, eignen sie sich sehr gut als Würze für Salatsaucen, aber auch als pikante Zutat im Salat selbst sowie in Kräuterquark oder Kräuterbutter. Ihr Samen sind noch schärfer und wurden früher anstelle von Pfeffer verwendet. Man kann die Samen trocknen aber auch grün essen -allerdings sollte man sie in beiden Fällen aus ihrer Hülle nehmen.

 

Pfeilkresse (Copyright: wilderwegesrand.de)

Weiße Blüten, die Blätter zweigen einzeln vom Stängel ab

 

Ihre Blüten duften vordergründig sehr süßlich aber bei der „zweiten Nase“ erkennt man auch hier, dass die Pfeilkresse eine wirklich scharfe Schönheit ist. Ich verwende ihre Blüten als Dekoration in Salaten, auf Suppen aber durchaus auch in Quark und Butter. Außerdem verwende ich sie für Teemischungen.

Schärfe, die gesund ist

Wie die meisten Wildkräuter, die scharf schmecken, ist auch die Pfeilkresse reich an Senfölgylkosiden. Die Pflanze entwickelt sie gegen Fressfeinde. Für uns sind sie gesund, wirken antibakteriell und antiviral und regen die Verdauung an. Außerdem helfen sie gegen Blähungen 😉 Außerdem enthält sie ein recht breites Spektrum an B-Vitaminen, Vitamin E, Folsäure und reichlich Vitamin C.

 

Pfeilkresse (Copyright: wilderwegesrand.de)

Auf Feldern und Äckern fühlt sich die Pfeilkresse wohl

Standorte der Pfeilkresse

Die Pfeilkresse wächst selten allein, meist stehen viele Pflanzen in einem Verbund. Sie gedeiht besonders gut auf lehmigen Böden, wie etwa auf Äckern und Feldern. Dort ist sie eines der typischen „Unkräuter“. Aber auch an Böschungen und Straßenrändern findet man sie. Ab Anfang Mai beginnt die Pfeilkresse zu blühen, dann erkennt man sie besonders gut. In warmen Frühjahren blüht sie auch schon im April.

 

Pfeilkresse (Copyright: wilderwegesrand.de)

Auch an Wegesrändern und Straßenböschungen wächst sie gerne …

 

Pfeilkresse (Copyright: wilderwegesrand.de)

.. und duftet herrlich – aber auch scharf.

Es ist übrigens noch gar nicht so lange her, dass ich diePfeilkresse zum ersten Mal wirklich probiert habe. Sie ist mir früher zwar immer mal wieder begegnet aber meist habe ich sie in der Tat nur im Vorbeifahren gesichtet, bis ich sie zum endlich mal in Ruhe bestimmen konnte. Mittlerweile gehört sie für mich zum festen Wildkräuter-Repertoire im Frühling und unbedingt in jeden grünen Salat.

Wildkräuter-Saat auf der Fensterbank

Ich werde in diesem Jahr mal versuchen, sie aus den Samen auf der Fensterbank zu ziehen. Falls das gelingt, kommt sie in mein heißgeliebtes, schrebbeliges Vorgärtchen (das gar nciht so schrebbelig ist) oder ich verwende die Keimlinge einfach wie gekaufte Kresse aus dem Supermarkt.

A propos: Wie und welche Arten von Kresse verwendet Ihr? Habt Ihr gute Tipps und leckere Rezepte? Dann immer her damit – ich freu mich drüber!

 

 

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