Wilder Wegesrand

Wildkräuter, Wildfrüchte & grünes Leben

Wiesenschaumkraut/ Copyright: wilderwegesrand.de

Wunderschön wild und würzig: das Wiesenschaumkraut

Zart hellrosa bis helllila schmücken seine feinen Blüten Ende April bis Mai viele Wiesen. Doch sein zartes Erscheinungsbild täuscht! Denn das Wiesenschaumkraut schmeckt nicht etwa lieblich und duftend, sondernziemlich scharf. Es gehört zu den ausgesprochen würzigen Wildkräutern. Sein Geschmack liegt irgendwo in der Mitte zwischen Kresse und Meerrettich.

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Wiesenschaumkraut: Zarte Blüten und ein kräftiger Geschmack

Viele herbe Inhaltsstoffe sorgen für die Würze

Das Wiesenschaumkraut enthält viele scharf schmeckende Senfölglykoside, dazu Mineral und Bitterstoffe – und eine sehr große Menge an Vitamin C! Schon 40 Gramm decken den Tagesbedarf.

Heilwirkungen des Wiesenschaumkrauts

Das Wiesenschaumkraut gehört zu den Appetitanregern unter den Wildkräutern. Seine vielen herben Inhaltsstoffe bringen Leber und Galle in Bewegung und fördern die Verdauung. Und ihm werden krampflösende Eigenschaften zugeschrieben.

Würzige Blüten für die Wildkräuterküche

Ganz hervorragend eignen sich die wunderhübschen, zarten Blüten des Wiesenschaumkrauts als tolle Dekoration für Kräuterquark. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern schmecken, wie schon erwähnt, auch sehr würzig nach Kresse und Meerrettich. Auch seine fieberigen Blätter schmecken danach und lassen sich ebenso verwenden.

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Schön, lecker und gesund: Quark mit Wildkräutern und Wildblumen

Allerdings sollte man sie nur bis Ende Mai sammeln und verwenden, denn danach werden sie bitter. Bis in diesen Zeitraum schmecken auch die Stängel.

Samen als Pfefferersatz

Nach seiner Blüte werden die Samen des Wiesenschaumkrauts reif. Ich gestehe, ich habe sie noch nicht probiert. Sie sollen sehr scharf schmecken und getrocknet gut als Pfefferersatz dienen. Ich bin gespannt!

 

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Hier sieht man gut die länglichen Samen.

 

Standorte des schönen Schaumkrauts

Das Wiesenschaumkraut liebt saftige, feuchte Wiesen. Manchmal findet man es auch in Auenwäldern oder feuchtem Laubwäldern. Sein Name kommt übrigens daher, dass man an seinen Stängeln den Schaum der Schaumzikade findet. Sie legt ihre Larven darin ab. Und auch der Aurorafalter nutzt den Schaum für seine Larven. Aber keine Sorge: wäscht oder wischt man den Schaum ab, sind auch die Larven weg!

 

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Zarte Schaumkraut-Blüten am Rand einer Weide.

 

 

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Das Wiesenschaumkraut wächst aber auch am schattigen Waldesrand.

 

 

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