Wilder Wegesrand

Wildkräuter, Wildfrüchte & grünes Leben

Hellgelbe Blütenpracht: die Kornelkirsche

Schon Ende Februar hat sie ihre ersten Fühler ausgestreckt, jetzt steht die Kornelkirsche in voller Blüte. Wenn man genau hinsieht, fällt sie leicht auf, denn die meisten Bäume sind Mitte März ja noch kahl. Man findet sie in Parks, an Wegesrändern, an Autobahnen und ab und an auch in Vorgärten – zum Glück auch in dem bei mir gegenüber. 🙂 Auch um den Schürmann-Bau in Bonn, in dem die Deutsche Welle residiert, ist sie als Hecke gepflanzt.

Etwas Botanik:

Die Kornelkirsche ist ein Hartriegel-Gewächs (Cornus mas). Ihr Holz ist angeblich eines der härtesten, das in Europa wächst. Es soll so hart und dicht sein, dass es ab einer gewissen Größe im Wasser nach unten sinkt. (Habe ich aber noch nicht ausprobiert.)

Kornelkirschblüten / Copyright: wilderwegesrand.de

Die Kornelkirsche blüht manchmal schon Ende Februar

Und schon die Römer – so geht die Sage – haben das Holz der Kornellkirsche für die Holzteile ihrer Waffen verwendet, etwa für Speere oder Pfeile.

Verwendung:

Ihre Blüten kann man als Tee-Beigabe sammeln aber vor allem sie sind ein Zeichen, dass es wieder aufwärts geht. Und sie bereiten Vorfreude auf ihre knallroten Früchte, aus denen sich viele tolle Sachen machen lassen – wenn man den Kampf mit ihren festsitzenden Steinen gewinnt..

Etwa Kornelkirsch-Marmelade, Aufgesetzter oder eine Art ‚Oliven‘ aus den noch grünen, unreifen Krischen, die man in Essig und Gewürze einlegt. Alle Rezepte gibt’s, sobald sie soweit ist, die gute Kornellkirsche – also im Juli / August / September.

 

Übrigens hat die Kornelkirsche nicht wirklich etwas mit Kirschen zu tun. Sie erinnert eher an Pflaumen, finde ich, und ihr Geschmack liegt für mein Empfinden genau dazwischen.

Kornelkirsch-Blüten
Kornelkirsch-Blüten
Die Kornelkirsche gehört zu den ersten blühenden Sträuchern des Jahres.
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